
Der deutsche Rüstungsbereich nutzt für die Entwicklung und Beschaffung von Wehrmaterial in erster Linie geeignete zivile Normen (DIN / EN / ISO und so weiter). Sind zivile Normen aufgrund der Anforderungen militärischer Einsätze nicht anwendbar, so versucht der Rüstungsbereich zunächst diese spezifisch wehrtechnischen Forderungen in bestehende oder in der Erarbeitung befindliche zivile Normen einzubringen.
Hierzu erfolgt eine gleichberechtigte Mitarbeit von Experten des
Rüstungsbereichs in den entsprechenden zivilen Normungsgremien des
Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN). Das Produkt dieser Mitarbeit
des Rüstungsbereichs in Normungsgremien des DIN sind zivile Normen.
Nur, wenn eine Berücksichtigung berechtigter wehrtechnischer Anforderungen
in zivilen Normen nicht realisierbar ist, so können in Gemeinschaftsarbeit
von Experten des Rüstungsbereichs und der einschlägigen Industrie Verteidigungsgeräte-Normen
für Werkstoffe Werkstoffleistungsblätter des BWB (WL-Blätter)
erarbeitet werden.
Dies erfolgt nach den Regeln der zivilen wehrtechnischen Normungsgremien des DIN.
Sobald zivile Normen erscheinen, die die wehrtechnischen Forderungen zufriedenstellend abdecken, werden die entsprechenden wehrtechnischen Werkstoffleistungsblätter zurückgezogen.
Die gültigen VGs sind in einer eigenen NormCD Sektion 26 auf DVD oder Online im Rahmen einer Jahresnutzungsgebühr beziehbar. Der Zugriff erfolgt über die Perinorm oder Perinorm Online.